Saisonstart mit Suzuki

MHDDGestern war bei Suzuki bundesweiter Saisonstart.  Überall präsentierten sich die Suzuki Händler mit den neusten Modellen, aktuellem Zubehör und vielfältigsten Angeboten. So geschehen auch im Motorradhaus Dresden, es war ein stetiges „Ankommen“ und „Wegfahren“ und  der Tag  wurde zu einem Treffpunkt für viele bekannte Gesichter.

Für heute hatte Mario, der Chef vom Motorradhaus Dresden, zu einer gemeinsamen ersten Ausfahrt geladen und das Team von ALMOTO, hatte alles geplant und organisiert. Der Treffpunkt war für 10 Uhr angesetzt und eine halbe Stunde später wollten wir starten. Das Wetter war perfekt! Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und das Thermometer sollte heute die 25 Grad Marke erklimmen.

Also rauf auf die GS und zum Motorradhaus gestartet. Als ich um die Ecke bog standen hier schon 20 Motorräder, Upps –  so viele – schon so pünktlich? War ich etwa zu spät? Der Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich pünktlich war und scheinbar konnten die Jungs und Mädels es nicht erwarten. Die Freude war groß. Schnell wurden alle Formalitäten geklärt, die Tourguides kurz nochmal gebrieft und ein erfrischender Kaffee genossen. So nach und nach rückten immer mehr Motorräder an und die Zeit war reif um zu einer wohl hoffentlich schönen Tour zu starten. Das Ziel war das Flugplatzmuseum Cottbus und es sollte eine schöne Runde werden! Nach einem kurzen Briefing mit allen Teilnehmern wurden schnell 3 Gruppen eingeteilt, angepasst an den jeweiligen Fahrstil und in Abständen von 5 Minuten ging es los.

Ich startete mit der zweiten Gruppe und das Hindernis, schnell und unkompliziert aus Dresden herauszukommen verlief absolut problemlos. Ein kurzes Stück Bundesstraße und dann links abgebogen, jetzt sollte der Fahrspaß beginnen mit kleinen, kurvigen Nebenstrecken. Im nächsten Ort wurden wir bereits in der geplanten Fahrtroute gestoppt. Hoppla, eine Baustelle und Vollsperrung. Die war doch letzte Woche aber noch nicht hier! Also in die einzige noch mögliche Richtung ausgewichen und weiter ging es. Irgendwann kamen wir wieder auf die ursprünglich geplante Route, leider fehlten uns dadurch ein paar sehr interessante Kurvenkilometer. Egal, es kommen ja noch weitere schöne Streckenabschnitte. Irgendwann sah ich von weitem eine Motorradgruppe vor uns und dachte, „Das kann ja nur Gruppe 1 sein“, je näher wir der Gruppe aufschlossen um so mehr wurde mir klar, dass es die Gruppe 3 war, die ja nach uns gestartet war. Hm, wie das? Scheinbar eine Abkürzung genommen! Damit wir nun nicht die ganze Gruppe überholen müssen, bogen wir bei nächster Gelegenheit ab und wählten spontan einen anderen Weg zum ersten Treffpunkt. Dort nach 1,5 Stunden angekommen waren die beiden anderen Gruppen auch gerade angekommen. Bis auf einen technischen Ausfaller durch eine leere Batterie ging es allen bestens. Das Thermometer kletterte stündlich aufwärts, die Fahrlaune stieg stetig und alle waren entspannt.

Eine kurze Zigarettenpause später starten wir zu unserem eigentlichen Ziel. 3 verschiedene Gruppen, 3 verschiedene Wege und 32 verschiedene Motorräder – der Anspruch war hoch! Wir durchstreiften die Lausitz mit ihren alten Tagebaugebieten und bis auf wenige, noch heute vorkommenden Hinterlassenschaften der DDR, war es hier ziemlich aufgeräumt und die Straßen leer. Der eine und andere Blitzer wurde auf seine „Betriebstauglichkeit“ getestet und pünktlich 13 Uhr waren alle am Ziel.

Nachdem sich bei den meisten der Mittagshunger eingestellt hatte entschlossen wir uns entgegen der Planung erst essen zu gehen und dann das Flugplatzmuseum zu besichtigen. Das Lokal wusste Bescheid, dass wir kommen und hatte für uns eine riesige Tafel vorbereitet. Soweit passte das auch, aber warum gab es hier nur einen Kellner? Na ja, der andere Kellner wird wohl noch in der Speisekammer sein, dachte ich so im geheimen, aber aus dieser sogenannten Speisekammer ist er niemals aufgetaucht. Schade! Die ursprüngliche Planung sah vor, dass alle ankommen, ihr Essen auf der Karte auswählen und nach der Stunde Besichtigung würde es zügig ans Essen gehen. Da umdisponiert wurde und erst die „warme Mahlzeit“ gewünscht war erklärte uns der Kellner, dass es dauern kann.  Na gut, eine Aussage wie „das kann jetzt aber länger dauern“ sollte ich wohl beim nächsten Mal genauer hinterfragen, denn diese Aussage erwies sich im Nachgang als 2,5 Stunden.  Allein die Getränkebestellung zog sich endlos hin und ich merkte recht schnell das wird zeitlich eng. Also hin zum Kellner, ihm erklärt, dass ich aus der Gastronomie komme und gern schon mal mit der Essensbestellung beginnen kann. Das ließ er sich nicht zweimal anbieten, Zettel und Stift geschnappt  und los ging es mit der Bestellung. Leider hat dies alles nichts genützt, die ersten Essen kamen nach 1,5 Stunden und unsere Geduld (vor allem die Mägen der Gäste) wurden auf eine harte Probe gestellt. Der eine oder andere verzichtete ganz auf ein Essen und nutze die Zeit das Flugplatzmuseum ausgiebiger zu besichtigen, welches nur 200 Meter entfernt war. Wir einigten uns, dass jeder der sein Essen bekommen hatte sich selbständig auf den Weg zum Museum macht. Damit am Ende nicht alle auf den Letzten warten müssen wurden nun 3 Abfahrtszeiten für 3 Gruppen festgelegt. Je nachdem wie jeder fertig wurde sollte auch jeder selber entscheiden. Der eine oder andere machte sich bereits selbständig auf den Heimweg, da es für die Ausfahrt auch keine vorgeschriebene gemeinsame Heimreise gab.  Am Ende war der Rest der Truppe fast zu einer Zeit fertig, obwohl der eine oder andere sicher gern noch etwas mehr Zeit auf dem Flugplatz verbracht hätte. Das Museum ist aus dem Grund so besonders, weil man hier auf einem Areal von über 20.000 Quadratmetern eine Zeitreise erleben kann, wie sie anschaulicher und packender kaum sein kann.
Militärflugzeuge, Agrarflieger und Helikopter, Flugsicherungs- und Kfz-Technik: Hier kommt jeder Technikinteressierte auf seine Kosten. Die vereinbarte Führung, wo uns die Gelegenheit gegeben werden sollte in eine Vielzahl der Ausstellungsstücke persönlich einzusteigen fiel, der fehlenden Zeit geschuldet, leider aus. Wichtig war uns, dieses einmalige Stückchen Erde bekannt zu machen und wer will kann ja jederzeit gern nochmal hier hin fahren.

Viele der Teilnehmer brauchten mittlerweile Flüssignahrung für ihre Motorräder. Um ein wenig Zeit aufzuholen entschieden wir uns einen Teil mit unserem Detlev schon mal starten zu lassen. Ich wartete noch auf die letzten Gäste, die sich schwer vom Flugplatz trennen konnten und dann ging es auch für uns los in Richtung Heimat. An der vereinbarten Tankstelle war weit und breit nichts von Gruppe 1 zu sehen, wahrscheinlich hatte unser Detlev dann doch gezwungenermaßen an einer anderen Tankstelle gehalten.  Kurzen Spruch auf der Mailbox hinterlassen und weiter ging es Richtung Heimat entgegen.
Nach einer reichlichen Stunde Fahrzeit stoppten wir an der vereinbarten Lokation für eine letzte Kaffeepause.  Keiner da? Sind wir so langsam gewesen, dass die schon wieder weg sind? Kann eigentlich nicht sein, da ich jetzt die Sportler hinter mir hatte und die wollten es mal etwas fixer haben.  Wir machten es uns auf der Terrasse gemütlich, orderten lecker Kaffee und kurze Zeit später rollte Gruppe 1 vorbei. Ja genau, richtig gelesen! Vorbei! Hallo, Detlev? Winke, winke aber scheinbar zu spät, er hatte uns nicht wahrgenommen. Na ja, schade aber vielleicht wollten ja alle einfach nur nach Hause.
Wir schnell unseren Kaffee geschlürft und wieder rauf aufs Motorrad und den letzten Abschnitt der Tour angetreten. So nach und nach klinkte sich einer nach dem anderen aus, denn jeder hatte seinen eigenen Weg nach Hause. Am Ende waren wir vor den Stadtoren Dresdens nur noch 5 Motorräder und Winke, Winke irgendwann war ich ganz allein.  Kurze Zeit später zu Hause angekommen, 2 Stunden später als geplant, freute sich mein Hintern wieder zu relaxen, meine GS  sich auf eine kalte Dusche Kettenspray und mein Rechner auf einen weiteren interessanten Reisebericht.

Das Fazit des Tages: Alle 32 Motorradfahrer und 8 Sozias sind ohne Zwischenfälle wieder heile zu Hause angekommen, Entschuldigung  1 Motorradfahrer ausgenommen den bereits bei der Anreise seine VMax im Stich ließ. Es war ein phantastischer Tag und trotz der  Probleme bei der Nahrungsaufnahme waren am Ende des Tages alle glücklich und zufrieden. Danke an Mario für sein Vertrauen in uns und lass uns das nächstes Jahr wiederholen, mit einer kürzeren Strecke, einem schnelleren Restaurant und wieder so gelaunten Gästen! Danke auch an die Teilnehmer für Ihre tolle Disziplin – mich euch fahren wir gern wieder!
Euer Team Manuela, Rene, Detlev und Frank!

Bilder gibts unter www.bilder.almoto.de

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