Mein ganz persönlicher Tag in meiner Stadt, die ich so liebe

2016-09-25-almotoMittlerweile liegen 9 Monate und damit verbunden 30.000 km auf dem Motorrad hinter mir. Vor 2 Wochen habe ich die letzte Gruppe verabschiedet und es war mir eine besondere Freude, mit dieser Gruppe unterwegs zu sein. Warum? Es war seit langer Zeit endlich mal ein Heimspiel, eine Gruppe in Dresden. Ich liebe meine Stadt und nicht umsonst zählt Dresden zu den beliebtesten Städten in Deutschland. Die Gruppe passte wunderbar, die Touren waren perfekt, der lang anhaltende Sommer war mit uns, das Hotel ein Traum und die gemeinsamen Abende in lauen Sommernächten unbeschreiblich schön. Es war die letzte Tour der Saison für mich in Deutschland und damit verbunden ein schwerer Abschied vom Motorradjahr 2016 in meiner Heimat.

Ab jetzt bedeutete es Gas geben, nicht auf dem Motorrad, viel eher was das Reiseprogramm und den Katalog 2017 angeht. Auch das kann Spaß machen, schließlich bedeutet es Freude auf ein neues Jahr, neue Touren und neue Gäste. Es bedeutet für mich persönlich auch mal etwas länger im Bett zu liegen und Schlaf nachzuholen, der in der Saison definitiv zu knapp kommt.

Heute haben wir Sonntag, den 25. September und es ist ein Tag, an dem die Arbeit eigentlich mal ruhen sollte. Das gilt nicht für mich, allerdings nicht ganz freiwillig, nein, eher im Auftrag von ALMOTO. Der Auftrag lautete: Neue Bilder für den aktuellen Katalog knipsen. Ich hätte lieber den Nachmittag gewählt, mein Fotograf Christoph bestand auf dem frühen Morgen.

Ganz ohne Gäste quälte ich mich schon frühzeitig aus dem Bett, ein Käffchen geschlürft, mich auf meine GS gesetzt und los ging es zum vereinbarten Treffpunkt.

Es war einer der letzten schönen Sommertage des Jahres in Dresden und den wollte ich gern in Bildern festhalten. Ich liebe mein Dresden und habe so wenig von dieser Stadt, bedingt durch meine vielen Touren in Europa. Heute sollte diese Stadt meine Stadt sein, ohne WENN & ABER. Zusammen mit Christoph habe ich die morgendliche Stille der Stadt und das tolle Licht genutzt. Wir haben etwas getan, was dem einen oder anderen morgendlichen Jogger/ Hundeausführer sicher verwundert hat – wir haben uns die Freiheit genommen auch mal dort zu sein, wo man eigentlich nicht sein darf (zumindest nicht mit dem Motorrad).

Um das Canaletto von Dresden einzufangen gibt es nur einen Weg, den Elberadweg. Ich gebe zu, ich bin kein Radfahrer aber dennoch habe ich nur 2 Räder, sehe mich gleichberechtigt und wir haben es getan. Wir haben niemanden gestört, haben uns die Zeit genommen und den wohl schönsten Augenblick eingefangen. Patrouilliert von der plötzlich auftauchenden Wasserschutzpolizei sind wir kurz abgetaucht, besser gesagt davon gefahren. Nichts fühlt sich schöner an wie eine 1200 GS und eine MZ 1000 wenn sie davon fahren und einen Sound hinterlassen, der nachhaltig ist.

Scheinbar erwachen alle Brunnen der Stadt zum Leben erst mit 10 Uhr, die Locations waren geplant, die Brunnen noch trocken und daher entschieden wir uns für eine Kaffeepause an der Prager Straße, in der Hoffnung dass sich in Kürze die Wasser bewegen werden. Sie haben es pünktlich getan! Danke Dresden!

Wer Dresden aus alten Zeiten kennt, der kennt auch die Pusteblume, ein Wahrzeichen und Sinnbild meiner Stadt und ein Muss hier anzuhalten. Mittlerweile war die Stadt gar nicht mehr so ruhig, Touristen, Dynamofans, die Stadt füllte sich. Wir schafften es dennoch ohne große Aufmerksamkeit unsere Bilder zu knipsen und schon waren wir wieder weg.

Meine persönliche Wahl Nummer 1 für die Bilder war eine Verbindung aus dem alten Dresden und dem neuen Dresden. Christoph war nicht begeistert, fand die Location eher langweilig, ich konnte ihn überzeugen und am Ende war es der beste Platz des Tages, an dem wir eine Menge Spaß hatten.

Es waren die Wasserspiele an einer modernen Einkaufspassage, zu DDR Zeiten markant durch die Architektur ihrer Waben, sind sie heute mit dem neuen Glaspalast ein Zusammenspiel der alten Zeit in Verbindung mit der neuen Zeit.

Es war nicht einfach die richtige Position für das perfekte Bild zu finden. Der Rhythmus des Wasserspieles war nicht erkennbar, immer wieder unerwartete Fontänen von hinten und vorn, wir mitten drin, es war uns irgendwann egal, wir wollten einfach nur das perfekte Bild. Es war doch nur Wasser und wir gaben alles für das perfekte Bild, meine Vanucci Kombi hielt dicht, Christoph dagegen wurde ziemlich nass, die Kamera hat es überstanden. Letztendlich glaube ich, dass wir beobachtet wurden, irgendwo do oben gab es eine Kamera und immer wenn wir uns gerade gut ins Licht gesetzt fühlten, kam ganz unerwartet eine Wasserfontäne. Wer auch immer uns da beobachtet hat und sich um den Spaß gekümmert hat, wir sind uns sicher dass du auch deinen Spaß hattest. Danke, dass du nicht die Polizei gerufen hast (was hätten die auch tun sollen) und uns den gemeinsamen Spaß gelassen hast, wir haben tolle Bilder im Kasten und du hast tolle Bilder in deinem Kopf. Mehr wollten wir nicht.

Der Tag hat sich gelohnt, ich habe mein Dresden heute in einem ganz neuen Licht gesehen, ruhig und gelassen. Ich wurde von einer MZ 1000 begleitet, durfte ihren Klang und ihre Schönheit genießen. Wir haben die Wasserspiele in Dresden genutzt, sind nicht trocken geblieben und hatten einfach nur Spaß dabei. Was aus den Bildern geworden ist, werde ich in Kürze sehen. Eigentlich wollte ich das Model sein, ich glaube das Model ist eher meine Stadt geworden. Ich verspüre keinen Neid und es ist gut so, ich bin nur ein Teil dieser wunderbaren Stadt und dankbar dafür hier zu leben. Ich liebe dich mein Dresden!

Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, DANKE Christoph, dass du so auf diesen Morgen bestanden hast! Ich habe eine wunderbaren Tag erlebt, so schön wie es in anderen Ländern auch sein kann, Dresden ist und bleibt meine Heimat und damit verbunden für mich die schönste Stadt in meinem Leben.

Eure Manuela

Die Bilder von meinem persönlichen Tag gibt es hier.

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