Winterflucht Almeria zum Jahreswechsel

20160103_130302Es war seit vielen Jahren das erste Silvester was ich außerhalb von Dresden verbrachte. Ich muss gestehen, dass ich Silvester nicht mag, es ist ein Tag wie jeder andere und wir begrüßen ein neues Jahr, ein Jahr wie jedes andere mit vielen Überraschungen. Ich gestehe es ein: „Ich bin ein Silvester-es ist Spaß angesagt-Muffel“. Am liebsten würde ich noch vor Mitternacht ins Bett gehen, wach ich doch am nächsten Morgen auf wie an jedem anderen Morgen, das einzige was sich geändert hat ist die Jahreszahl, eine Zahl die dir zeigt, dass du mal wieder ein Jahr älter bist. Woran merkst du noch, dass du älter geworden bist? Ganz einfach, wenn du im Internet etwas buchst, wo dein Geburtsdatum eingetragen werden muss, dann zeigt das Dropdown-Listenfeld dein Geburtsjahr nicht mehr an und du musst endlos scrollen um zu deinem Geburtsjahr zu kommen. Das ist der Beweis, dass wir alt werden, auch wenn wir uns noch jung fühlen.

Mein Silvester in Spanien war schön, vielleicht auch aus dem Grund, dass Spanien zu meiner Wahlheimat geworden ist und hier alles ein wenig entspannter zuging, als in Deutschland. Keine Party, kein Stress, einfach nur ein angenehmer Abend bei leckerem Essen in Verbindung mit netter Gesellschaft. Hier angekommen am 30.12. bei Sonne satt und 20 Grad gönnte ich mir meine persönliche kleine Auszeit. Mit dabei waren mehrere gute Freunde und 2 Gäste, die den offiziellen Anreisetag für unsere Winterflucht vorverlegt hatten. Gefeiert wurde in unserem Lieblingslokal direkt am Meer. Was heißt feiern? Ab 21:00 Uhr ein gepflegtes Abendessen mit Fisch und Meeresfrüchten, netten Gesprächen und jeder Menge gute Laune. Kurz vor Mitternacht zelebrierten wir die spanische Art das neue Jahr zu begrüßen, mit zwölf Weintrauben. Diese müssen um Mitternacht zum Takt der das neue Jahr ankündenden Glockenschläge eine nach der anderen verzehrt werden. Wer es schafft, alle Trauben rechtzeitig zu essen, den erwartet, so heißt es, ein Jahr des Wohlstands und des Glücks.

12 Glockenschläge, 12 Sekunden, 12 gigantisch große Weintrauben mit endlos vielen Kernen, es war nicht einfach aber ich hatte es geschafft und darf nun auf ein erfolgreiches Jahr 2016 hoffen. Es war eine Live Übertragung im Fernseher, ein Fernseher wie er in jedem Restaurant in Spanien hängt. 1 Stunde später die Live Übertragung von den Kanaren, 1 Stunde Zeitverschiebung und das Spiel begann von vorn. Ich liebe Weintrauben 🙂

Der 1. Januar war tourenfrei und ein entspannter Tag. Am 2. Januar ging es los. Wie gewohnt war jeder Tourentag ein perfekter Tag bei Sonnenschein und 18 Grad. Fahren, Tapas genießen, fahren und Kurven ohne Ende sorgten für jede Menge Fahrspaß. Am 3. Tag änderte sich das Wetter, bei Almeria gibt es keinen Regen, was es dafür gibt ist Wind und wenn er da ist, dann gewaltig. Was uns an dem Morgen erwartete war ein Sturm mit so viel Kraft, dass die Palmen eine gefühlte Schräglage von 60% hatten und alles, was nicht sicher angebracht war im Ort durch die Gegend wirbelte. Ein Tag, wo es absolut undenkbar war, sich auf ein Motorrad zu setzen um sicher vorwärts zu kommen. Plan B war schnell geboren, hatten wir dich einen Mietwagen, also alternatives Programm per Auto. Marktbesuch in Huelva und auf dem Weg dahin ganz nach James Bond Manier „geschüttelt und gerührt“.

Die restlichen Tourentage verliefen ohne Zwischenfälle und wie geplant. In der Wüste von Tabernas entdeckten wir einen neuen Fotostopp und drehten dort unseren eigenen Spaghettiwestern auf den Spuren von Sergio Leone. Was für ein Spaß!

Wie bei jeder Tour kommt der Tag, wo es heißt Abschied zu nehmen und dieser Tag ist noch immer der schlechteste Tag einer jeden Tour. Gäste sind zu Freunden geworden und diese Gäste verlassen dich. Ich hätte gern noch mehr Zeit mit ihnen verbracht, die Zeit ist aber nicht da. So hoffe ich auf eine neue Zeit um meine Gäste wieder zu sehen und mit ihnen erneut spannende Abenteuer zu erleben, einfach nur Spaß zu haben und auf dem Motorrad die Schönheit von Spanien zu erleben.

Ich hoffe wir sehen uns wieder, am liebsten in Spanien. Es ist wie ein Virus, hat er dich einmal infiziert, dann lässt er dich nicht mehr los. Spanien in Verbindung mit ALMOTO soll euer Virus sein, für immer!

Eure Manuela

 

 

 

 

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